Der Johannisroggen hat seinen Namen vom frühen Saattermin erhalten.
Um Johanni im Juni gesät, reift er wie andere Wintergetreide im nächsten Jahr heran. Er verträgt es aber auch abgemäht zu werden und treibt dann wieder aus!
Dieses Urgetreide beweist seine Vitalität schon als keimendes Korn, es eignet sich vorzüglich als Keimsaat. In Roggen oder Roggenmischbroten kommt der typische kräftige aromatische Geschmack zur vollen Entfaltung.
Imposant sind auch die Felder, auf welchen die Halme mit für
heutige Zeiten ungewöhnlichen Wuchshöhen von bis zu 2 Metern stehen. Es wächst praktisch überall, selbst auf dem kargen
Sandboden an der Pension Haus Seeadler in Prerow. Die Körner sind jedoch viel kleiner und der Ertrag liegt bei
der Hälfte der heutigen Roggensorten, wehalb der Anbau lange in Vergessenheit war.
Wir bauen den Johannisroggen oder auch Waldstaudenkorn genannt, inzwischen auf mehreren Standorten im Landkreis Wittenberg an. Unser erstes Saatgut stammte vom Permakulturpionier Helmut Oehler und so breitet es sich nun langsam wieder aus.