Einsatz: Kalte Küche, Heilmittel
Leindotter ist als Kreuzblüter eine völlig andere Pflanze als Lein, trat aber früher mit diesem zusammen auf.
Gemeinsam mit dem Lein hat er den hohen Gehalt an Alpha-Linolensäure. Besonders interessant ist der mit 1,75 mg pro 100 gr hohe Anteil an Vitamin E.
Vitamin E wirkt als wichtiger Schutzstoff, zunächst einmal im Öl selbst, wo es die Linolensäure vor Oxydation schützt. Deshalb hält sich Leindotteröl auch deutlich länger als Leinöl.
Im Körper verhindert es das Altern und unterstützt alle Abwehrvorgänge, wirkt so gegen Infektionen und Viren. Vitamin E fördert den Energiestoffwechsel und die Gesundheit der roten Blutkörperchen. Darüber hinaus gilt Vitamin E wegen seiner hormonell ausgleichenden Wirkung als sehr "Frauenfreundlich".
Leindotteröl hat eine leichte Erbsennote im Geschmack, weshalb es besonders in Salaten sehr beliebt ist und Eingang in die französische Gourmetküche fand.
In Österreich gilt es als altes Hausmittel und wird auch zur Hautpflege eingesetzt.
Rezept:
Roter Eichblattsalat mit Spargel, Putenbrust und Leindotteröl
| Anbaupartner: |
Bio-Landwirt Daniel Kirsch, Söllichau, Dübener Heide Bio-Landwirt Sven Gürth, Thiessen, Fläming |
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Der von uns verehrte Ernährungspionier Professor Max Bruker sagte einmal:
"Fett wird im Körper genausowenig zu Fett verstoffwechselt wie Spinat zu Spinat..."
Nach Professor Bruker entsteht Fettsucht also nicht durch Fettverzehr, sondern durch Fehlen von Vitalstoffen in der Industrienahrung, welche den Fettabbau normalerweise bewerkstelligen.
Das bedeutet, für eine vitalstoffreiche Ernährung sollten wir auf Zucker und Weißmehl verzichten, um Körperfett zu reduzieren und gerade gute naturbelassene Fette zu uns nehmen. Gute naturbelassene Fette sind Butter und kalt gepresste Öle.
Die sogenannte Kaltpressung geht langsam von statten und das Öl erwärmt sich je nach Saat nicht über 40-50 Grad. So bleiben auch die natürlichen Vitalstoffe im Öl selbst erhalten. Durch das schonende Pressverfahren behalten die Öle auch ihren natürlichen guten Geschmack.
Seit Jahrtausenden nutzen die Menschen Ölfrüchte und gewinnen daraus Öle und Fette. Aus den vielen kleinen Ölmühlen, die oft an eine Getreidemühle angeschlossen waren, wurden mit der der Industriealisierung immer weniger Mühlen.Gab es im 19. Jahrhundert noch etwa 4000 Ölmühlen in Deutschland, wurden es durch Zentralisierung bald immer weniger, bis noch etwa 20 große Mühlen übrig waren.
Mit der Wiederentdeckung regionaler Lebensmittel wächst in den letzten Jahren auch das Interesse daran dezentral frisches Öl aus der eigenen Ernte zu erzeugen. Das bedeutet kurze Wege und die Möglichkeit die Qualität vom Anbau an zu beinflussen. Die großen Mühlen schlucken Saat aus allen Regionen und machen daraus eine mehr oder weniger bunte Mischung. Mit einer kleinen Mühle kann man schon ab kleinsten Mengen Öl gewinnen, von welchem man weiß, wo es gewachsen ist und wer es angebaut hat.
Die Wertschöpfung bleibt in der Region, wie auch der Presskuchen. Letzterer landet als Teil des regionalen Stoffkreislaufes wieder auf dem Feld, wo die Saat gewachsen ist.