Aus der Achtung und der Liebe zur alten Kulturpflanze Lein entstand die Idee, Ölfrüchte nicht nur wieder regional anzubauen, sondern als Direktvermarkter auch feine Öle in Bio-Qualität zu pressen.
Schon bald war zu bemerken, dass sich auch selbstgepresstes Raps- oder Sonnenblumenöl von den gewohnten Standardölen genussvoll abhebt.
So gilt es die Vielfalt der heimischen Ölfrüchte zu entdecken.
In einer kleinen Ackerbürgerstadt ein altes Handwerk wieder zu beleben macht zudem Sinn und Freude.
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Der von uns verehrte Ernährungspionier Professor Max Bruker sagte einmal:
"Fett wird im Körper genausowenig zu Fett verstoffwechselt wie Spinat zu Spinat..."
Nach Professor Bruker entsteht Fettsucht also nicht durch Fettverzehr, sondern durch Fehlen von Vitalstoffen in der Industrienahrung, welche den Fettabbau normalerweise bewerkstelligen.
Das bedeutet, für eine vitalstoffreiche Ernährung sollten wir auf Zucker und Weißmehl verzichten, um Körperfett zu reduzieren und gerade gute naturbelassene Fette zu uns nehmen. Gute naturbelassene Fette sind Butter und kalt gepresste Öle.
Die sogenannte Kaltpressung geht langsam von statten und das Öl erwärmt sich je nach Saat nicht über 40-50 Grad. So bleiben auch die natürlichen Vitalstoffe im Öl selbst erhalten. Durch das schonende Pressverfahren behalten die Öle auch ihren natürlichen guten Geschmack.
Seit Jahrtausenden nutzen die Menschen Ölfrüchte und gewinnen daraus Öle und Fette. Aus den vielen kleinen Ölmühlen, die oft an eine Getreidemühle angeschlossen waren, wurden mit der der Industriealisierung immer weniger Mühlen.Gab es im 19. Jahrhundert noch etwa 4000 Ölmühlen in Deutschland, wurden es durch Zentralisierung bald immer weniger, bis noch etwa 20 große Mühlen übrig waren.
Mit der Wiederentdeckung regionaler Lebensmittel wächst in den letzten Jahren auch das Interesse daran dezentral frisches Öl aus der eigenen Ernte zu erzeugen. Das bedeutet kurze Wege und die Möglichkeit die Qualität vom Anbau an zu beinflussen. Die großen Mühlen schlucken Saat aus allen Regionen und machen daraus eine mehr oder weniger bunte Mischung. Mit einer kleinen Mühle kann man schon ab kleinsten Mengen Öl gewinnen, von welchem man weiß, wo es gewachsen ist und wer es angebaut hat.
Die Wertschöpfung bleibt in der Region, wie auch der Presskuchen. Letzterer landet als Teil des regionalen Stoffkreislaufes wieder auf dem Feld, wo die Saat gewachsen ist.